- kann süchtig machen

Loft – schicke Wohnungen mit einem Hauch Besonderheit

Nicht nur in den angelsächsischen Ländern sind Loftwohnungen besonders bei jungen Leuten überaus begehrt. Auch in Deutschland erfreuen sich die als hipp empfundenen Wohnungen seit längerer Zeit wachsender Beliebtheit.

Eine helle luftige Loft mit einer großen Grundfläche und viel Platz, um eigene Ideen und Pläne zu verwirklichen – wer hat nicht schon einmal davon geträumt? Allerdings eignen sich viele traditionelle Wohnungstypen - wie beispielsweise Appartements - eher weniger für eine solche Vorstellung. Ganz anders dagegen sieht es mit sogenannten Loftwohnungen aus. Dabei handelt es sich um Räume in alten Fabriken oder auch Lagerhallen, die zu Wohnungen umfunktioniert wurden, ohne dass jedoch die Grundstruktur der Halle verändert wurde. Auf diese Weise entstehen die für Loftwohnungen so typischen Grundrisse mit großen Räumen und nur wenigen oder gar keinen Wänden, die lange Zeit besonders bei Künstlern sehr beliebt waren. Mittlerweile finden die Wohnungen bei fast allen Bevölkerungsgruppen großen Beifall. Abgeleitet ist das Wort übrigens von einem englischen Begriff, der „Dachboden“ bedeutet.

Die ersten Loftwohnungen entstanden bereits in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, vor allem in den USA und Großbritannien. Die Vorreiterstädte waren damals wie bei vielen anderen Modetrends die großen Metropolen und die Hauptstädte. Da die Mieten für diese umfunktionierten Lagerräume meist vergleichsweise günstig waren, zogen schnell vor allem Künstler und Freiberufler ein, die in einer solchen Loftwohnung optimale Bedingungen vorfanden, um Beruf und Privatleben miteinander in Verbindung bringen zu können. Einer der bekannteste US-amerikanischen Pop-Art-Künstler gilt heute als einer der Pioniere der Szene, obwohl er seine sogenannte Factory erst in den 60er Jahren einrichtete, also rund 20 Jahre nach Beginn der Bewegung.

In Deutschland hielten Loftwohnungen als alternative Wohnidee erst 40 Jahre später Einzug, nämlich in den frühen 80er Jahren. Mittlerweile hat sich eine der ostdeutschen Städte in Sachsen als „Lofthauptstadt“ durchgesetzt, denn nach der Wende standen hier viele Fabriken und Industriegebäude leer, die sich hervorragend für eine entsprechende Umwandlung eigneten. Mittlerweile entstehen die Loftwohnungen nämlich nicht mehr zufällig, sondern durch aufwendige Modernisierungsarbeiten.